Dienstag, 11. Januar 2011

Endlich daheim

Letzte Nacht träumte mir, das Tierheim ruft an, ich könne Flora abholen. Als ich morgens aufstand, war mir so nach alles bereit machen. Um 15:11 Uhr kam der Anruf tatsächlich!!!!!!!!!
Meinen Jubel kann sich jeder, der von meiner Vorfreude weiß, vorstellen. 20 Minuten später war ich dort und wurde von Flora an der Haustüre gebührend begrüßt. Noch ein paar Formalitäten ein bißchen verabschieden und los ging' s ins große Abenteuer Welt.

Erstmal über den Hof an der Leine, das war bekannt, aber als ich das Gitterhoftor öffnete zog sie zurück - ich mußte sie auf den Arm nehmen. Ab hier ist für Flora alles was kommt Neuland und sehr aufregend. Das Auto war die erste neue Erfahrung. Sie ließ sich bereitwillig hinein setzen; es war mit Decke und Klamotten von Uwe und mir ausgelegt. Unterwegs fing sie ein wenig an zu Jammern, aber ich sprach viel mit ihr, das hat sie beruhigt. Sie schaute hinten aus dem Fenster oder über die Rückbanklehne. Kurz vor dem Ziel kletterte sie drüber und schlängelte sich nach vorne. Naja, wir waren fast zu Hause und es war in der 30er Zone am Ebensberg.

Zu Hause machte ich die Haustür weit auf und ging einen Schritt rein. Flora überlegte eine Weile, folgte mir aber dann. In der ersten Stunde wich sie nicht von meiner Seite, dann wurde sie mutiger und begann den Flur auszukundschaften. Irritiert war sie immer dann, wenn sie sich in dem großen Spiegel sah. Und bald hatte sie es sich im Körbchen bequem gemacht.

 Als nächstes probierte sie die Matte aus, die für die Schlafhöhle bestimmt ist.


Mit der großen Box hatte ich Bedenken, ob sie die annimmt. Ehe ich es mich versah, saß sie drin und beobachtete was ich tat.

Eine Weile nach der Mahlzeit sollte sie ihr Geschäft erledigen, ich habe dazu eine Ecke im Garten festgelegt. Fast eine halbe Stunde stand ich mit ihr dort und nichts geschah. Nachdem ich halb erfroren war beendete ich den Versuch. Kurz darauf hat sie im Wohnzimmer auf den Hochflorteppich gekackt.

Ein besonderes Highlight war das Bad. Flora stank erbärmlich und die Pflegerin im Tierheim empfahl ein Bad. Also 10 cm Wasser in die Wanne, Hund reinstellen und naß machen. Im Stehen wurde Flora nervös, stellte die Vorderpfoten auf den Wannenrand und rührte sich nicht mehr. Problemlos konnte ich sie einseifen, sie schien es zu genießen. Nur als ich die Seife abduschen wollte, brauchte ich Uwes Hilfe zum Festhalten. Letztendlich ist sie über den Wannenrand gesprungen und hat alles naß gemacht.

Nachdem sie ein bißchen fern gesehen hat liegt sie jetzt bei Uwe und läßt sich kraulen.


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  1. Schön dass sie endlich daheim ist! Und passend, dass sie sich für ihr erstes Geschäft gleich den einzigen richtigen Teppich im ganzen Haus ausgesucht hat...
    Wie war die erste Nacht?

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